70 Jahre Helmut Philipp
"Ein Leben für den Radsport".

Das ist die Kurzfassung der Biografie von Helmut Philipp.
Am 17. Juni wurde er 70 Jahre alt.
Herzlichen Glückwunsch vom Verein und seinen Radsportfreunden aus nah und fern.

 

1966: Helmut Philipp (Mitte) Bezirksmeister Jugend B

 

Sein erster dokumentierter Erfolg war die Bezirksmeisterschaft 1966 in der Klasse Jugend B.
Seit 1967 ist er Mitglied der RRG Osnabrück und gehört somit praktisch zum Inventar des Vereins. In jedem Jahr seiner Mitgliedschaft ist er Rennen gefahren. Das sind bis heute 55 Jahre ohne Unterbrechung. Kein Sturz und keine anderen Unwägbarkeiten haben ihn am Renneinsatz gehindert.

 

Helmut Philipp hat eine große Bandbreite der Radsportentwicklung erlebt. Z.B. war früher der Kopfschutz traditionell aus Leder. Ab Mitte 1970 kam dann mit Wilfried Trott der „Trott“-Helm aus Plastik auf.

 

Im Jahr 1992 hat er von Heinz Dreßler den Vereinsvorsitz übernommen. Das wären nächstes Jahr auch schon 30 Jahre.
Vorstandsarbeit liegt ihm aber nicht. Lieber kümmert er sich darum, dass der Radrennsport mit Leben erfüllt wird. Schließlich heißt der Verein „Radrenn-Gemeinschaft“.
Mittlerweile hat er weit über 150 Rennveranstaltungen auf der Straße und im Gelände organisiert. Mitgezählt hat er aber nicht.
Weil für Helmut Philipp das Organisieren von Radrennen zur Leidenschaft wurde, hat er sich auch immer wieder neue Veranstaltungsarten und wechselnde Strecken ausgedacht, wie die Events auf der Hannoverschen Straße mit Derny-Einlage und die Masterstage als Beispiele.
Eine große Herausforderung war die Deutsche Meisterschaft der Senioren in Schledehausen 2011.

 

Radrennen mit Siegerkranz und Schleife hatten jahrzehntelang Volksfestcharakter.

Auch Helmut Philipp kennt den Platz ganz oben auf dem Siegertreppchen.

 

 

Ein Motto von Helmut Philipp ist, lieber mehrere kleinere Rennen mit überschaubarem Budget auf die Beine stellen, als ein großes mit entsprechend hohem Aufwand.
Da seine vielen tatkräftigen Helfer im Gegensatz zu Helmut Philipp auch mal eine Pause brauchen, muss er vieles im Vorfeld einer Rennveranstaltung selbst erledigen. Bis heute schleppt er so an den Tagen vor dem Rennen die Absperrgitter an die Rennstrecke und bringt die Halteverbotsschilder an. Als Belohnung zählt für ihn ein erfolgreicher Renntag mit zufriedenen Rennfahrern.

 

Helmut Philipp, damals noch in der zweiten Reihe im Verein, bei der Siegerehrung des Radrennens in Schinkel-Ost von Rolf Aldag und Frank Cvajnar.

 

Trotz seiner 70 Lebensjahre scheint Helmut Philipp immer noch nicht müde zu werden. Zwar wird die Durchführung von Radrennen wegen der Auflagen und den verkehrsberuhigenden Maßnahmen immer schwieriger, aber Helmut Philipp findet irgendwie noch einen Weg für ein Radrennen. So mancher Organisator hat bereits seine Arbeit eingestellt.
Jetzt in Pandemie-Zeiten mit Verboten ohne Ende hatten viele Rennfahrer schon fast die Hoffnung auf Radrennen in naher Zukunft aufgegeben. Aber auch hier hat Helmut Philipp das Unmögliche möglich gemacht und zeitnah Radrennen angeboten.

Respekt!

 

Zu seiner Entspannung hat Helmut Philipp auch Radrennen am Mikrofon kommentiert. Bei seinen eigenen Rennen hatte er alle Fakten im Kopf.

 

Neben seiner Tätigkeit als Organisator fährt Helmut Philipp bei seinen eigenen Veranstaltungen auch noch das Rennen seiner Klasse mit. Und wenn einmal ein Sprecher am Mikrofon fehlt, hat er auch noch die Luft für kompetente Kommentare. Mit lockeren Sprüchen als Rennunterhaltung ist dann zu rechnen, damit es den Rennfahrern nicht zu langweilig wird.

 

Seit über 25 Jahren sind Helmut Philipp und Erhard Arensmann ein eingespieltes Team im Vereinsvorstand.

 

Der Verein wünscht weiter gute Gesundheit und volle Schaffenskraft.

 

++  +++  ++

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Radrenn-Gemeinschaft Osnabrück