Fledder Rad-Event
Sonntag, 17. Juni 2018, in Osnabrück-Fledder, Hannoversche Straße

 

Frank Lütters beim Dernyrennen

 

Fotos vom Renntag

Von allen Rennen des Tages gibt es Fotos in der Galerie.

 

Rennbericht
Pünktlich um 11:30 Uhr stand das erste Dernyrennen auf dem Programm. Aber von den liebevoll gepflegten und glänzenden speziellen Mopeds wollte eines nicht anspringen. Doch mit vereinten Kräften wurde es angeschoben und Fahrer Dirk Markmann konnte auch auf die Strecke gehen. Leider gab es während des Rennens immer wieder kurze Motoraussetzer, so dass sich der folgende Radfahrer kurzzeitig ein anderes Hinterrad suchen musste. Betroffen von diesem Umstand war das Team der RRG Osnabrück. Rennentscheidend war das aber nicht.
Sieger des 1. Laufs wurde Felix Wigger vom Team Rolinck. Den 2. Lauf gewann Oliver Zwick vom RV Blitz Oberbexbach.
Im Endlauf der Dernys wurde in der Spitze noch einmal richtig Tempo gemacht. Mit im Schnitt knapp 48 km/h ging es über die 750 m lange Runde auf der Hannoverschen Straße. Im sehr knappen Endspurt siegte Frank Lütters (Team Kern-Haus) vor Vladi Riha (RG Volvo Markötter-Team) und Arthur Helder (Hardenberger WSV, NL).
Beim Rundenrekordfahren, einem Manschaftszeitfahren über zwei Runden, waren die Gäste vom Hardenberger WSV (NL) nicht zu schlagen. Überraschungszweiter wurde das Team vom RSC Oldenburg. Die Favoriten vom Team Kern-Haus kamen mit minimalem Vorsprung auf Platz 3.
Als Einlagewettbewerb war ein Rennen mit Singlespeed-Rädern geplant. Da sich nur ein Starter gemeldet hatte, wurde aus dem Rennen eine kleine Showveranstaltung. Nach einem gelungenen Stehversuch ging es zweimal über die Runde. Dabei konnte die Kurventechnik mit einem Rad mit starrer Nabe bestaunt werden.
Beim Ausscheidungsfahren waren alle 28 Starter auf der Strecke. In jeder Runde musste der Fahrer mit dem letzten Hinterrad ausscheiden. Eine Gruppe starker Fahrer hatte sich etwas unüblich für ein Ausscheidungsfahren nach vorne abgesetzt, um so dem Ausscheidungsstress zunächst einmal aus dem Wege zu gehen. Übrig blieben zum Schluss Frank Lütters, Vladi Riha und Marcel Fröse. Als letzter schied Vladi Riha aus, so dass der Sieg an Frank Lütters ging.
Der sportliche Höhepunkt war das abschließende Kriterium über 60 Runden. Hier wurde sogar noch schneller gefahren als beim Dernyrennen. Die schnellste Runde mit 49,9 km/h fuhr Marcel Fröse. Und die anderen waren kaum langsamer. In der Anfangsphase kam es leider zu einem Sturz. Vermutlich ist ein Fahrer am Fuss eines Absperrgitters hängen geblieben und so fanden sich drei Fahrer auf dem Asphalt wieder. Glücklicherweise gab es wohl nur leichte Hautabschürfungen. Auch die Räder sind größtenteils heil geblieben.
Im Verlauf des Rennens gab es immer wieder Ausreißversuche. Und auf einmal war Vladi Riha allein mit Vorsprung an der Spitze. Seine Kräfte reichten aus, um den Vorsprung sogar noch auf eine halbe Runde auszudehnen. In der Schlussphase kam das Verfolgerfeld etwas näher. Da der Punktvorsprung aber schon zu groß war, konnte niemand mehr Vladi Riha den Sieg streitig machen. Einzig Marcel Fröse hätte mit einem Sieg bei der letzten Wertung noch den zweiten Platz erreichen können. Letztlich fehlten ihm hierfür nur wenige Sekunden. So blieb es für ihn bei Platz 3 hinter Frank Lütters.

 

Impressionen von der Rennstrecke

Rennorganisator Helmut Philipp freut sich über die gelungene Veranstaltung (Foto: Johannes Welslau)

 

Zum Start müssen die Dernys angeschoben werden ...

 

... danach aufsitzen und Gas geben.

 

Startaufstellung zum Dernyrennen.

 

Radsportfans mit viel guter Laune am Rande der Strecke.

 

Die Piloten der Dernys haben auch ihren Spaß.

 

Endspurt im Dernyfinale: Frank Lütters siegt knapp vor Vladi Riha.

 

Siegerfoto Kriterium: 2. Frank Lütters, 1. Vladi Riha, 3. Marcel Fröse (Sprecher Peter Krause)

 

Teilnehmer der RRG Onabrück

Pascal Ruffing

 

Jürgen Apel

 

Stephen Lange

 

Parkmöglichkeiten

 

Ausschreibung
Offen für 10 Mannschaften mit je 3 Fahrern.

Für die teilnehmenden Mannschaften fällt kein Startgeld an!
Rennstart :       11:30 Uhr
Rennende: ca. 16:30 Uhr

 

Programm:
1. Dernyrennen (1. Vorlauf, 20 Runden)
2. Einlagewettbewerb Singlespeed-Rennen (15 Runden, 5 € Startgeld)
3. Dernyrennen (2. Vorlauf, 20 Runden)
4. Mannschaftszeitfahren

5. Ausscheidungsfahren
6. Dernyrennen (Finale, 25 Runden)
7. Kriterium (Punktefahren, 60 Runden)

 

Beim Rennen mit Singlespeed sind alle Rennräder ohne Gangschaltung zugelassen.

 

Viele Zuschauer beim Rundenrekordfahren.

Olaf Pollack (vorn) und Andy Kappes (Agro Adler Brandenburg) beim Rundenrekordfahren.

 

Ein Blick zurück
Von 1999 bis 2003 richtete die RRG (sprich Helmut Philipp) auf der Hannoverschen Straße im Osnabrücker Stadtteil Fledder die sogen. Profi-Events aus. Dies waren Omnium-Wettbewerbe, also Mehrkämpfe aus unterschiedlichen Raddisziplinen. Die eingeladenen Zweierteams sorgten für eine ordentliche Abendstimmung an der Rennstrecke. Es gab Rundenrekordfahren, ein Ausscheidungsfahren, ein Rundstreckenrennen und als Höhepunkt das spektakuläre Rennen hinter Dernys.

 

Aufstellung zum Derny-Rennen

Derny-Impressionen bei Halbdunkelheit.

 

Ein Blick nach vorn
Nach 15 Jahren Pause soll es am 17. Juni 2018 auf der Hannoverschen Straße wieder rund gehen. In Zusammenarbeit mit der Stadt Osnabrück planen die RRG-Organisatoren Helmut Philipp und Till Unland eine Wiederbelebung des Radspektakels im Fledder. Neudeutsch heißt die Veranstaltung dann „Fledder Rad-Event".
Auf der ca. 750m langen Runde zwischen den Straßen „Großer Fledderweg“ und „Narupstraße“ werden diesmal zwar keine Profis zu sehen sein, aber die eingeladenen Teams werden zur nationalen Spitze gehören. Geplant ist eine Nachmittagsveranstaltung mit 10 Dreierteams. Neben den Klassikern Rundenrekord- und Ausscheidungsfahren wird es auch wieder ein Rennen hinter Dernys geben. Als weiterer Höhepunkt ist ein rasantes Kriterium, also ein Punktefahren, vorgesehen. Somit wird das Omnium aus mindestens vier Wettbewerben bestehen. Atmosphäre wie auf der Radrennbahn ist also gesichert.

Die Rennstrecke im Überblick
Auf der Hannoverschen Straße geht es zwar nur kurz hin und her, aber ca. 750 m lang ist die Strecke dennoch. Der Anlauf für den Zielsprint reicht demnach gut aus.

 

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